Eine bunte Mischung von jung bis alt

Kalksandstein und Porenbeton aus der Region Oberhavel

„Das muss laufen.“ - Mein Job als junger Produktionsleiter bei den Baustoffwerken Havelland

Wie geht’s? Ich bin Dennis Mombrai, der Produktionsleiter für Porenbeton bei den Baustoffwerken Havelland. Was ich als Jungspund in dieser essentiellen Position verloren habe? Lasst mich mal erzählen, wie das zustande kam.

Als Jugendlicher einfach drauflosgelebt

Zu meiner Schulzeit wusste ich noch nicht, wohin es beruflich für mich gehen sollte. Mir wollte nichts einfallen und die Schule selbst fand ich auch nicht sonderlich spannend. Es lief eher mittelmäßig. Ich war nicht doof, ich hätte also schon besser sein können. Ich war dann Anfang der 2000er nach der zehnten Klasse fertig mit der Schule. Doch was jetzt? Meine einzige Berufserfahrung bestand aus Schülerpraktika und Ferienarbeit bei den Germendorfer Baustoffwerken, die mir mein Stiefvater vermittelt hatte.

Ihr könnt euch sicherlich denken, wie es weiterging: „Komm, du kannst doch deine Ausbildung auch hier machen.“ Da ich keine bessere Idee hatte und mir das Arbeiten dort gefiel, bewarb ich mich und fing 2003 eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kalksandstein und Porenbeton an.

Das lief sogar rund. Ich kam gut zurecht und konnte täglich drauflosarbeiten. Die Ausbildung dauerte 3 Jahre. Im Anschluss arbeitete ich noch ein Jahr im Schichtbetrieb an den Maschinen. Aber auf Schichtarbeit hatte ich schnell keine Lust mehr und kündigte wieder.

Endlich selbst entscheiden

Mittlerweile hatte ich ein besseres Bild davon, was mir Spaß macht und welche Arbeit mir liegt. Ich machte eine Weiterbildung zum Maschinenbautechniker. Zwischendurch kehrte ich jedoch immer wieder zu den Baustoffwerken Havelland zurück, um dort zu jobben. Ganz weg war ich also nicht.

Und schlecht kann ich mich auch nicht angestellt haben, denn der damalige Geschäftsführer (Herr Bertmaring) fragte mich, ob ich nicht wieder dauerhaft bei ihm arbeiten wolle. Er zielte darauf ab, mich als neuen Betriebsleiter „großzuziehen“. Das Angebot war echt gut, ich stimmte gerne zu. So habe ich dann als Technischer Mitarbeiter im Kalksandsteinbereich wieder angefangen. Ich arbeitete viel mit Maschinen, mehr als früher. Das war ganz schön aufregend und ich hatte einiges zu lernen. So wurde ich von den Kollegen geduldig eingearbeitet. Dazu zählte auch Fabian Schräne, der heutige Produktionsleiter für Kalksandstein (kennt ihr den Blogbeitrag über ihn?). Mit der so gewonnenen Erfahrung war ich auf bestem Weg, bald zum Betriebsleiter aufsteigen zu können, wie es der Geschäftsführer wollte.

Doch es lief alles etwas anders. Die Baustoffwerke wurden umstrukturiert und modernisiert. Sehr viel Organisatorisches änderte sich. Ab jetzt gab es zwei Produktionsleiter – einen für Kalksandstein und einen für Porenbeton. Ich landete schließlich in der Position des Produktionsleiters für Kalksandstein, da ich damit schon immer mehr zu tun hatte. Die Aufgaben waren jedoch die gleichen.

Die neue Verantwortung

Von 2014 bis 2018 war ich Produktionsleiter für unser Kalksandsteinwerk. Früher hätte ich mir das nicht zugetraut, aber der Mensch wächst ja mit seinen Aufgaben. Ich kannte mich bereits in jedem Winkel der Produktion aus und jetzt hatte ich die Verantwortung dafür in der Hand. Viele der Leute, deren Vorgesetzter ich nun war, kannte ich noch aus meiner Ausbildungszeit.

„Dass du mal als Produktionsleiter hier sitzen würdest, hätten wir nicht gedacht!“

Klar, dass es für alle erst mal ungewohnt war. Ich war lange Zeit selbst erst der Neue gewesen und hatte keine Erfahrung mit Führungspositionen. Doch die anderen haben anerkannt, was ich seitdem geleistet hatte. Ich bekam Unterstützung und konnte mich in der neuen Position einleben. Es war besonders anfangs nicht immer leicht, Entscheidungen zu fällen, die andere Menschen betreffen. Doch durch die gute Zusammenarbeit mit allen Kollegen fiel es immer leichter. Ich musste lernen, dass jeder Mitarbeiter eine eigene Herangehensweise erfordert.

Als Produktionsleiter sorge ich dafür, dass alles läuft: Ich teile Mitarbeiter in Schichtpläne ein, die Maschinen brauchen immer wieder Aufmerksamkeit und wenn etwas fehlt, muss ich für Nachschub sorgen. Da ist immer was los. Langeweile oder Stillsitzen sind Fehlanzeige. Und mir könnte das kaum besser passen. Den ganzen Tag nur im Büro sitzen? Langweilig! Ich muss raus, anpacken, weitermachen. Daher bin ich jederzeit im ganzen Werk unterwegs und schaue, wo man noch etwas verbessern könnte. Dabei war ich dankbar für Herrn Bertmarings Aufmerksamkeit, der meinen Einsatz wahrnahm. Es ist wichtig, dass der Chef so etwas sieht und so den jungen Ehrgeiz fördern und unterstützen kann.

Einerseits musste ich natürlich etablierte Arbeitsabläufe lernen, andererseits wollte ich aber auch viel Neues machen. War es denn richtig, was jahrelang die Norm war? Auf welche Methoden konnten wir weiter bauen, welche brauchten ein Update? In den meisten Fragen hatte ich freie Hand und musste nur für große Entscheidungen das Okay vom Boss einholen.

Alles wird anders: Das Werk in Polen

Eines Tages sprach mich der Geschäftsführer an. Er fragte mich, ob ich mir etwas völlig Neues zutrauen würde: Es galt, für einen Gesellschafter ein neues Werk in Polen aufzubauen. Ich sollte als der Technikexperte eine leitende Hand sein. Keine einfache Sache – aber das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich ging für ein gutes Jahr nach Polen.

Für diese Zeit musste jemand meinen Job als Produktionsleiter übernehmen. Da gab es einen ganz bestimmten Kollegen, dem ich es anvertrauen wollte. Natürlich Fabian Schräne, der die Technik beherrschte und wie ich den nötigen Ehrgeiz mitbrachte. So wurde er temporärer Produktionsleiter.

In Polen hatte ich eine ganz neue Herausforderung vor mir. Ich sprach die Sprache nicht und sollte nun dafür sorgen, dass das Werk ordnungsgemäß aufgebaut wurde und schließlich seinen Dienst antreten konnte. Doch ich hatte viel Unterstützung von Herrn Bertmaring und außerdem half mir meine Mentalität als „Hands-on“-Mensch sehr weiter. Etwas Polnisch eignete ich mir nebenbei bei der Arbeit an. So richtig Polnisch kann ich bis heute nicht, aber zusammen mit Händen und Füßen reicht es für die Kommunikation. Ich habe in diesem einen Jahr unheimlich viel gelernt.

Die Rückkehr nach Germendorf

Das Werk in Polen wurde ein voller Erfolg und ich konnte in die Heimat zurückkehren. Aber was jetzt? Herr Schräne saß ja noch auf meinem Platz. Und er machte sich dort so gut, dass es ein Unding gewesen wäre, ihn zu verdrängen. Zum Glück lag die Lösung auf der Hand: Wir brauchten nämlich gerade einen neuen Produktionsleiter für unser Porenbetonwerk! Ja, das wollte ich machen. Im genauen Ablauf war das zwar etwas Anderes als ich vom Kalksandstein gewohnt war, aber meine Erfahrungen als Produktionsleiter würden auch beim Porenbeton Gold wert sein.

So bin ich an meinem heutigen Arbeitsplatz gelandet. Hier bin ich wieder für alle Ansprechpartner und vom Klopapier bis zur Maschine für alles verantwortlich. Mittlerweile fühle ich mich genauso sicher wie vorher beim Kalksandstein. Mit 33 ganz verschiedenen engagierten Mitarbeitern und einem Porenbetonwerk, das regelmäßig nach Verbesserung strebt, bin ich wieder voll in meinem Element.

Ein Alltag, der sich nicht wie Alltag anfühlt

Ich bin echt gern jeden Tag wieder hier. Es wird nie langweilig, das Verhältnis untereinander ist freundschaftlich. Es wird mir wenig vorgeschrieben und ich kann meinen Tatendrang produktiv ausleben. Dank der kurzen Wege ist Feedback schnell da und Ideen können in die Tat umgesetzt werden.

Klar, manchmal gibt es auch Tage, die sehr anstrengend sind. „Im nächsten Leben mach ich Schokolade“, denke ich mir dann. Doch über kurz oder lang fühle ich mich wieder wohl und bin dankbar, diesen Job zu haben, der mich erfüllt.

Jetzt bin ich immer noch ein echt junger Produktionsleiter, der sich nach der Schule nie und nimmer in dieser Position gesehen hätte. Man könnte sagen, ich sei planlos als Jugendlicher hierhergekommen. Meinen Weg habe ich beim Laufen gefunden. Ihr solltet auch euren Weg auf eure eigene Weise finden. Da gibt es keine Vorgaben, wie ihr es zu machen habt.

Wer Lust hat, was zu bewegen und seinem Tatendrang freien Lauf lassen will, dem kann ich dieses Unternehmen nur ans Herz legen.

Euer

Dennis Mombrai

Produktionsleiter Porit-Porenbeton

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Adresse:

Baustoffwerke Havelland GmbH & Co. KG
Veltener Straße 12-13
16515 Oranienburg

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